Es kann ein berechtigtes Interesse der Mitglieder einer Genossenschaft daran bestehen, die Genossenschaft nach erfolgter Auflösung wieder als werbendes Unternehmen tätig werden zu lassen. Die Neugründung der Genossenschaft wäre ein umständlicher und kostspieliger Weg, um dieses Ziel zu erreichen. § 79a ermöglicht die Fortsetzung der Genossenschaft ohne Neugründung. Rechtssystematisch stellt sich der Fortsetzungsbeschluss als Änderung des Unternehmenszwecks von der liquidierenden in die werbende Genossenschaft dar. Vergleichbare Regelungen finden sich in § 274 AktG für die AG und in § 60 Abs. 1 Nr. 4 GmbHG für die GmbH.
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